Bangkok

Nach einem kurzen Flug von nicht mal 2,5 Stunden kamen wir nachmittags in Bangkok an. Von dort aus sind wir mit dem Bus und der U-Bahn zu unserem Hostel Sribumpen gefahren. Als wir allerdings aus der U-Bahn Station rauskamen erwartete uns erstmal Regen. Wir dachten der Schauer geht schnell vorüber und warteten deshalb zunächst. Irgendwann wurden wir aber ungeduldig und dachten, dass es nicht so schlimm sei etwas nass zu werden und gingen deshalb los. Allerdings haben wir den Regen komplett unterschätzt und nach dem kurzen Weg zum Hostel waren wir bis auf die Unterwäsche durchnässt. Ein Fehler den wir nicht noch einmal machen wollen, der aber trotzdem ganz lustig war. Das Hostel war eigentlich ganz schön, alles da was man braucht. Wegen des Regens sind wir dann auch nur noch zu einem nahegelegenen Restaurant gegangen. Am nächsten morgen regnete es zum Glück nicht mehr und wir gönnten uns erstmal ein richtiges Frühstück – endlich wieder. Danach fuhren wir in die Innenstadt. Die Stadt erschlägt einen erstmal etwas, da sie wirklich sehr unübersichtlich ist und eine schlechte Infrastruktur hat. Wir wanderten erstmal etwas durch Chinatown – das gibt’s hier anscheinend in jedem Land – und erspähten die ersten Tempel.

Die beeindruckenden Tempel und Figuren stechen zwischen den ärmlichen Gebäuden besonders hervor.


Auf unserem Weg kamen wir auch am ersten Markt vorbei, wo in einer engen Gasse endlos viele Stände waren. Unser Ziel war aber ein weiterer Tempel. Als wir dort allerdings ankamen wurde uns gesagt, dass die Mönche momentan dort beten und wir später wieder kommen sollten. Ein sehr netter Mitarbeiter gab uns Tipps was wir in der Zwischenzeit machen sollten und half uns ein günstiges Tuk Tuk für die Rundfahrt zu bekommen. Dadurch zahlten wir gerade mal 1,25€ um mehrere Stunden lang quer durch Bangkoks Altstadt zu fahren – unglaublich!

Die kleinen Fahrzeuge gibt es in der ganzen Stadt und sind besonders praktisch um schnell kurze Strecken hinter sich zu bringen.

Wir kamen an weiteren wunderschönen Tempeln vorbei, bei denen wir stets darauf achten mussten, dass Schultern und Knie bedeckt sind und wir ohne Schuhe hineingehen.

In einem Tempel, an dem nur selten Touristen vorbeikommen, konnten wir eine Zeremonie der Einheimischen sehen.

Am Ende fuhren wir zurück zum Anfangsziel und konnten endlich in einer der bekanntesten Tempel gehen: Wat Pho. Dort liegt die berühmte riesige goldene Buddhafigur in Mitten einer großen Tempelanlage.

Eines der meist fotografierten Motive Bangkoks, das etwas zu groß ist, um es komplett aufs Foto zu bekommen.

 

Wir sind noch auf die gegenüberliegende Seite des Flusses zum Tempel Wat Arun gefahren bevor wir mit dem Boot zum Skytrain und dann ins Hostel gefahren sind – wie gesagt alles etwas umständlich in dieser riesigen Stadt.

Abends haben wir uns auf den Weg zum berühmt berüchtigten „Rotlichtviertel“ Bangkoks gemacht. Dort sind wir zunächst in ein schickeres Restaurant gegangen bevor wir uns in die nach Patpong getraut haben. Erstmal fanden wir eine Straße mit sehr vielen guten Bars und spottbilligen Getränkepreisen. Danach landeten wir mitten im Zentrum zwischen Ständen, die allen möglichen Kram verkauften und vorallem vor vielen Clubs die sehr fragwürdige Shows anboten. Hier hat Thailand definitiv seinen verruchten Ruf her.

Die Straße Patpong zählt zu den bekanntesten Thailands, das muss man sich einfach mal angesehen haben.

Am nächsten morgen ging das Sightseeing weiter. Diesmal fuhren wir zur Shoppingmeile Bangkoks. Allerdings waren auch hier größtenteils nur große Shoppingcenter zu finden. Also ließen wir uns wieder etwas vom Tuk Tuk herumfahren. Um den Preis muss man hier natürlich immer ordentlich verhandeln, aber wenn man die Zeit hat kann man einfach 1-2 Stopps an Geschäften machen, die die Fahrer anfahren und so den Preis reduzieren. Das machen die Fahrer, da sie von den Geschäften Benzincoupons dafür bekommen, dass sie Touristen abliefern. Die Geschäfte bieten aber auch schöne Dinge an.

Im angeblich größten Juwelier weltweit gibt es tollen Schmuck – leider eher nicht meine Preisklasse.

Zuletzt fuhren wir noch zu einem riesengroßen Weekendmarket, dem wohl größten seiner Art. Das hat man auch gemerkt, der Markt war einfach gewaltig! Auch wenn man schwer alles sehen kann findet man hier alles: Kleidung, Gewürze, Elektronik oder Lebensmittel – und was für geniale Preise! Da haben wir am Ende unseres Shoppingtages nochmal zugeschlagen.

So etwas habe ich noch nie gesehen, da macht shoppen richtig Spaß! Wenn mein Rucksack nur noch größer gewesen wäre…


Zum Abendessen wollten wir heute mal auf einen Nightmarket nahe unseres Hostels gehen, wurden auf dem Weg dahin allerdings von Regen aufgehalten. Nach unserer letzten Erfahrung damit haben wir uns einfach schnell in ein Shoppingcenter gerettet, das gerade auf dem Weg lag und haben dort gegessen. Christoph hatte leider etwas Schnupfen und Halsschmerzen und deshalb entschieden wir uns den restlichen Abend ruhig anzugehen.

Am nächsten morgen wollten wir wieder ein paar Sehenswürdigkeiten sehen. Zufällig trafen wir ein Tuk Tuk das uns sehr günstig zum Königspalast bringen wollte. Für den günstigen Preis nahmen wir auch einen Stopp bei einer Maßschneiderei in Kauf. Zu unserem Glück, denn dort machte uns der Verkäufer nach harten Verhandlungen ein extrem gutes Angebot für einen maßgeschneiderten Kaschmiranzug für mich. Christoph hatte sich schon vorher einen traumhaften Anzug bestellt.

 Für einen perfekten Anzug mussten wir zu einer Anprobe und konnten da jeden noch so kleinen Wunsch äußern.

Die Anzüge wurden in unser Hotel geliefert. Ich als Perfektionisten hatte noch etwas auszusetzen und so kam der Schneider sogar noch ins Hotel gefahren und verbesserte alles – wirklich eine top Qualität.

Danach fuhren wir dann zum Königspalast, der als absolutes Highlight jeder Thailand Reise angepriesen wird. Deshalb nahmen wir auch den hohen Eintrittspreis und die strengen Regeln in Kauf. Hier durfte kein Millimeter Haut zu viel gezeigt werden, weshalb wir uns Klamotten leihen mussten. Am Ende sah ich mit einem langen Rock und ärmelloser Bluse aus wie eine Putzfrau und wir beide hatten echte Probleme mit so vielen Klamottenschichten bei fast 40 Grad!

Ohne Schirm war es in der Sonne unmöglich auszuhalten.

Der Palast war aber tatsächlich sehr schön und faszinierend. Unendlich viele Türme, Tempel und überall bunte, wunderschöne Details! 

Selbst wenn die Königsfamilie heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr hier lebt ist es einen Besuch wert.

 Unser letztes Must-Do für Bangkok war eine Bootsfahrt mit einem Langschwanzboot über die Flüsse. Gleich anschließend konnten wir so eine Fahrt eine Stunde lang genießen. Wir fuhren über den großen Fluss und durch kleine Kanäle und kamen vorbei an vielen ärmlichen Häusern auf Stelzen, leider auch viel Müll, großen Varanen und mal wieder an Tempeln. Außerdem gab es hier einen kleinen Floating Market, bei dem ein paar Boote direkt auf dem Wasser Verschiedenstes verkauften, z.B. hatte Christoph so das Glück ein Bier zu bekommen.

 

So sieht man schon wieder eine neue Seite der gigantischen Stadt.

 
Anschließend wanderten wir noch etwas durch die Stadt und durch das ganze Gewusel. An diesen Verkehr und die ganzen Menschen muss man sich erstmal gewöhnen, kein Wunder, dass so viel Smog hier ist.

Diesen Abend wollten wir im Viertel Sukhumvit verbringen, wo viel los sein soll. Wir merkten aber schnell, dass es dort ziemlich teuer ist. Trotzdem aßen und tranken wir etwas dort und fuhren zurück in die Nähe des Hostels. Da war direkt eine Bar in der wir das Deutschland Spiel der EM gucken wollten. Leider hatte die plötzlich geschlossen und da es auch schon spät war und Christoph immer noch etwas krank gingen wir dafür einfach schlafen.

Und so schnell war es auch schon gekommen: der letzte Tag unserer Reise – kaum zu glauben. Dafür wollten wir uns nochmal was gönnen und einen Tag nur noch entspannen. Dafür checkten wir im Hotel Amaranta ein, einem super luxuriös gestalteten Hotel. Und wohl eins der schönsten Hotelzimmer das ich je hatte. Auch wegen der coolen Details, z.B. konnte man an einem Tablett alle möglichen technischen Details wie das Licht etc. verstellen.

Leider schwer die Schönheit auf dem Bild festzuhalten, aber das Kingsizebett, das offene Badezimmer mit freistehender Badewanne und die glamourösen Möbel waren traumhaft.

Wir gingen aber gleich zu unserem eigentlichen Ziel: dem Pool. Der lag auf dem Dach neben der Skybar. Wir hatten auch noch das Glück den ganzen Tag fast alleine am Infinitypool mit Whirlpool zu sein. Natürlich musste ich mir nochmal einen ordentlichen Sonnenbrand holen, dabei hatte ich es die ganze Zeit ohne geschafft!  

Absolute Entspannung am letzten Tag bei fast 40 Grad.

Den Abend verbrachten wir im hoteleigenen Restaurant mit Aquarium. Wir waren die einzigen Europäer dort und durften deshalb das beliebte Karaoke der Asiaten genießen, was ziemlich witzig war.

Wir hatten einen wunderschönen letzten Abend.


 Am nächsten Tag ging es dann leider zurück nach Deutschland. Zum Glück hatten wir einen Direktflug nach Köln und sind dann von dort mit dem Zug gefahren bis wir nach fast 24 Stunden endlich zuhause waren.

Natürlich ist es auch schön wieder nach Hause zu kommen, aber diese Reise war einfach unbeschreiblich und die wohl aufregendste Zeit meines Lebens und da fällt es etwas schwer ins normale Leben zurückzukehren. Auf jeden Fall habe ich „Blut geleckt“ und hoffe, dass wir sowas so bald wie möglich wieder machen können!!! ❤️🌎


Compliments to the World ♥

Ein Kommentar

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  1. Was für ein toller Thailand/ Bangkok Bericht ! Du hast die Story so schön geschrieben , was ich aber sehr lüstig finde ist “ Langschwanzboot“ ist ja die richtige Übersetzung von Longtail ^^

    Freue mich das es sooooooo schön war !!

    Tom

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