Gili

Nach einem 4,5 Stündigen Flug landeten wir mitten in der Nacht endlich in Bali. Glücklicherweise schenkte uns die Zeitverschiebung 2 Stunden mehr Schlaf, die wir dringend nötig hatten. Ein Taxi brachte uns zur nahegelegenen Unterkunft. Wir haben nur ein billiges Zimmer gebucht, da wir früh morgens gleich weiter wollten. Dementsprechend sah es dort auch aus, aber für die 3 Stunden Schlaf sollte es reichen. Früh morgens sollte uns ein Shuttle zum Hafen bringen, von wo aus wir mit einem Speedboat nach Gili Trawangan fahren wollten. Der Start ging aber erstmal ordentlich in die Hose: wir haben verschlafen. Der Bus sollte zwischen 6.30-7 Uhr ankommen und wir sind um 6.50 Uhr aufgewacht. Christoph ist sofort zur Straße gesprintet und der Besitzer an der Rezeption, der sehr bemüht war aber schlechtes Englisch sprach, sagte uns es sei noch kein Auto gekommen. Also packten wir schnell unsere Sachen und warteten. Das Klima, der Stress und der wenige Schlaf machten mich ziemlich fertig. Nachdem wir schon fast aufgegeben hatten kam das Auto doch noch und brachte uns in 1,5 Stunden zum Hafen – was für eine Erleichterung! Dort aber gleich der nächste Schock: unser Boot Gili Cat war kaputt. Also mussten wir warten bis zwei neue, kleine Boote organisiert wurden. Diese fuhren uns dann innerhalb von 2 Stunden in knallender Hitze endlich auf die Insel Gili Trawangan! Der holprige Start sollte sich trotzdem auszahlen. Wir waren völlig erledigt und ließen uns deshalb mit einer kleinen Kutsche zum Hotel bringen – die einzige Möglichkeit, denn hier gibt es keine Autos.

Die geschmückten Pferde bringen ganz schön Leistung und können einen rund um die Insel bringen.

Im Mango Dive & Bungalow angekommen waren wir begeistert! Wir hatten eine süße Unterkunft direkt am Meer und trotzdem auch direkt an der Hauptstraße mit kleinen Bungalows in einer schönen Gartenanlage. Und erst unser Zimmer!

Die Badezimmer sind ohne Dächer im Freien. Außerdem haben wir eine private Terasse.

 
Bei dem Preis hätten wir das nicht erwartet. Der Besitzer ist zufällig auch Deutsch und das merkt man vor allem an der Sauberkeit. In der kleinen Gartenanlage laufen überall Katzen und Kaninchen herum.

Wir sind aber erstmal etwas essen gegangen, der Stress erlaubte es uns nämlich nur ein paar Cracker zum Frühstück zu kaufen. Man kann hier wirklich leben wie ein König, denn die Preise sind der Wahnsinn! Für Calamari, Bruschetta, Pommes und Getränke in einem Restaurant direkt am Strand zahlten wir keine 10€, gleich viel besser als in Australien! Danach wollten wir uns endlich an den Strand legen und im Wasser abkühlen – nicht ganz einfach, da auch das verhältnismäßig warm ist, aber einfach traumhaft! Kristallklares blaues Wasser an einem endlosen Strand. Unsere Liegen stehen direkt am Wasser und ringsherum sind wunderschöne Strandbars.

Welcome to paradise!

     
Die Einheimischen begrüßen einen hier alle mit „Willkommen im Paradies“ und wir begriffen immer mehr warum. Definitiv einer der schönsten Orte, die ich je gesehen habe! Und das nachdem wir schon viele wunderschöne Orte alleine auf dieser Reise gesehen haben. Dieses Gefühl dort lässt sich nicht beschreiben, einfach perfekt.

Wir haben uns noch Schnorchel geliehen und sind damit vorm Hotel schnorcheln gegangen. Unser Ziel war es eine Wasserschildkröte zu finden. Zunächst sahen wir nur die bunten Fische und selbst im ca. 4 Meter tiefen Wasser konnte man problemlos bis zum Grund des Bodens sehen. Nach etwas suchen begegnete uns dann auch tatsächlich eine große Schildkröte – Wow! Sehr schön zu beobachten.

Abends wollten wir uns Gili etwas genauer ansehen. Dafür sind wir die Hauptstraße entlang gegangen. Dort reiht sich eine Standbar bzw. -restaurant ans andere. Dazwischen findet man viele günstige Spa’s und Geschäfte. Um diese betreten zu dürfen zieht man allerdings immer seine Schuhe aus, denn Füße gelten als etwas unreines in Indonesien.

Auf diesem Foto und zu dieser Zeit ist es noch ruhig, das ändert sich abends aber.

Am Ende landeten wir in einem sehr romantischen Restaurant unmittelbar am Strand gelegen und aßen typisch indonesisch und tranken Cocktails dazu. Überall gibt es die „2 zum Preis von 1 Cocktail“ Happy Hour und Wein trinkt sowieso kaum jemand, weil es im Vergleich überteuert ist.

Zum Frühstück gab ein leckeres à-la-Card Menü in unser Zimmer geliefert – Luxus pur

Es gab Obstsalat, Toast, Eier und Pfannkuchen auf unserer privaten Terrasse – super lecker!

Gestärkt sind wir wieder ins Meer schnorcheln gegangen. Diesmal trafen wir gleich zu Beginn ziemlich weit vorne wieder eine Schildkröte.   

Bei dieser Unterwasserwelt kann man ewig schnorcheln.


Danach lagen wir noch etwas in der Sonne bevor wir uns Fahrräder geliehen haben und die Insel erkunden wollten. Tatsächlich fährt man nur knapp 6km, wenn man einmal um die Insel herum möchte. Zuerst hielten wir an einem wunderschönen ruhigeren Strand an, um in der Sonne zu liegen, zu schwimmen und zu schnorcheln.

Der angeblich schönste Strand Gilis mit seinem weißen Sand. Auf der gegenüberliegenden Insel Lombok ist sehr schlechtes Wetter.

 
Desto weiter wir fuhren, umso ruhiger wurde es auch. Allerdings sind trotzdem überall traumhafte Strandbars mit Hängematten und allen möglichen Sitzgelegenheiten zu finden. Beim Hotel Ombak machten wir noch einen Halt.

Der Wasserstand und die Strömung waren leider nicht ganz perfekt, es war aber trotzdem eine angenehme Abkühlung.

Als wir zurück bei unseren Bungalows waren, waren wir trotz der kleinen Strecke relativ fertig. Es ist einfach sehr heiß auf Gili! Wir entspannten noch etwas auf den Strandliegen und machten uns danach fertig fürs Abendessen. Dieses Mal wollten wir den bekannten Nightmarket testen. Hier ist ganz schön was los! Wir entschieden uns für Nasi Campur, da bekommt man eine Schale mit Reis und kann sich an einem Stand die Beilagen aussuchen, wie z.B. Gemüsetaschen, Fleisch und allerlei Frittiertes. Sehr lecker!  

Viele kleine Stände, die lokales günstiges Essen anbieten.

 

Danach sind wir zu einem Openair Kino direkt am Strand gegangen und haben Cocktails und Bier geschlürft und uns „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio angeguckt.  

Im Hintergrund (hier rechts) rauscht das Meer und dazu der Film, sehr entspannt.

Nachdem wir noch etwas bummeln waren (shoppen geht man nämlich vor allem abends, dann ist es nicht mehr so heiß) sind wir zurück geradelt.

An unserem letzten Tag haben wir nochmal das geniale Frühstück genossen und haben die letzten Stunden am Meer verbracht, es ist einfach zu schön dort! Dann mussten wir mit dem Speedboat wieder zurück nach Bali fahren. Leider war mir etwas übel und ich hatte Kopfschmerzen. In solch exotischen Ländern denkt man da direkt an das schlimmste: Malaria? Cholera? Am Ende war es wohl nur ein kleiner Sonnenstich und nach etwas Aspirin und Ruhe wieder weg. Die Fahrt verlief dank Fernsehprogramm auch um einiges entspannter, obwohl die Wellen sehr stark waren.

Wir waren sehr traurig die traumhafte Insel zu verlassen, aber genau genommen haben wir nur von einem Paradies ins nächste gewechselt…

7 Kommentare

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  1. Ein toller Bericht, da steigt direkt die Vorfreude auf unsere Reise im April 🙂 Wir werden auch im Mango Dive übernachten und sind schon sehr gespannt 😉

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  2. Wow ;-))))) einfach nur Traumhaft, das kann doch nur das Ziel sein dort wohnen wo andere Urlaubmachen !

    weiter machen Ihr süßen ;-))

    Tom und liebe grüße von Schorse !!

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  3. Hey ihr Lieben,
    TRAUMHAFT!
    Gili bzw. Bali steht auch auf meiner Liste und ich recherchiere gerade u.a. wohin ein Ausreiseticket führen muss, meine Frage: Wurdet ihr eigentlich schon jemals nach dem Nachweis eurer Liquidität und einem Weiter- bzw. Ausflugsticket gefragt?

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    • Das kann ich dir auch wirklich nur empfehlen, es lohnt sich! Wir sind ja von Cairns losgeflogen nach Bali und dort mussten wir unser Flugticket für die Weiterreise nach Singapur vorzeigen, ansonsten nichts. Allerdings sind wir ja auch weniger als 30 Tage da gewesen, ich weiß nicht wie es bei einem anderen Visum aussehen würde. Viel Spaß auf jeden Fall! 🙂

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    • Herzlichen Dank für die rasche Antwort und euch weiterhin viel Spaß, Erholung und Abendteuer,…

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  4. jette rasmussen Juni 17, 2016 — 13:12

    das sieht nach ein perfekte urlaub aus

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