Eungella Nationalpark – Airlie Beach – Whitsunday Island

Als wir morgens losgefahren sind wussten wir noch nicht was das Ziel ist, aber dass wir etwas weiter fahren müssen, um im Zeitplan zu bleiben. Nach einer Weile haben wir uns für den Eungella Nationalpark im Landesinneren entschieden. Dort soll es sehr schön sein und wir wollten mal was anderes als Küste sehen. Nach längerer Fährt sagte unser Navi uns, dass es noch immer über 50km zum Ziel mitten im Park sind und trotzdem waren wir schon mitten im Nirgendwo. Keine richtigen Straßen mehr, kaum Menschen bzw. Häuser und die letzte Tankstelle war auch nicht mehr weit weg. Vor uns taten sich viele Berge auf und erst jetzt begriffen wir, dass unser Ziel auf der Spitze davon ist, wo auch schon eine dunkle Wolke auf uns wartete. Egal, wir sind so weit gekommen und wollten jetzt auch hoch. Mit dem Camper sind wir also die steile Straße hochgefahren und haben dabei kleine Wasserfälle und den Regenwald bestaunt. Oben angekommen hielten wir zunächst bei einem „Sky Window“ um uns zu orientieren. Dort sind wir einen kleinen Weg gegangen und zu einem atemberaubenden Aussichtspunkt über die Berge gekommen. 

Gerade waren wir noch am Meer und schon stehen wir auf einem Berg mitten im Regenwald.

Es hat zwar nicht geregnet, aber der ganze Wald war entsprechend des Namens „Regenwald“ sehr feucht. Etwas weiter die Straße entlang kamen wir zu unserem Ziel, dem Broken River Bushcamp. Einem kleinen rustikalen Campingplatz direkt am bekannten Broken River.    

Der Fluss ist ein „Must-See“ der Region Mackay.


Dort soll man angeblich Schnabeltiere sehen können, nach denen wir während einer kleinen Wanderung am Fluss auch Ausschau gehalten haben. Leider ohne Erfolg. Dafür haben wir viele Schildkröten gesehen und ein Wallaby. Der Wanderweg mit den Aussichten allein war es aber wert. 

Die Natur ist sehr beeindruckend, an jeder Ecke kann man Neues entdecken.


Nach einiger Zeit haben wir aber auch die schlechten Seiten kennengelernt: durch die Feuchtigkeit gab es viele Blutegel. Und mit viele meine ich sehr viele! Wir haben einige an unseren Schuhen und Hosen gefunden – widerlich! Zum Glück konnten wir die kleinen Biester alle abschütteln und zurück ins Camp, wo es keine Egel gab. Ein richtiges Abenteuer mitten im Regenwald im Nationalpark am Fluss zu campen! Das durften wir auch am Abend feststellen, als wir gerade im Camper gekocht haben und plötzlich der Regen und die Dunkelheit eingesetzt hat. Der Regen ließ einige Stunden nicht nach und Dunkelheit bedeutet absolute Finsternis, nicht ein kleines Licht zu sehen. Beides macht es einem schwierig auf Toilette zu gehen. Aber dazu sage ich nur soviel, dass man Mittel und Wege findet in der Not… Am nächsten Morgen wurde die Dunkelheit durch Nebel ersetzt, der alles nur noch feuchter gemacht hat: die Haut, Kleidung und die „Möbel“. Wie wir später bei der Abfahrt festgestellt haben befanden wir uns einfach direkt in einer Wolke.  

Durch den Nebel ist nicht viel zu erkennen. Dort oben muss man mit schlechtem Wetter rechnen. Australien hat halt viele verschiedene Seiten zu bieten!

Deshalb hieß es für uns nichts wie weg und hoffentlich zurück zum guten Wetter. Das hatten wir dann auch in Airlie Beach. Zunächst haben wir uns mal wieder einen ordentlichen Campingplatz rausgesucht, der leider auch etwas teurer war, da wir hier in der Hauptsaison gelandet sind, was wir vorher nicht wussten. Dort haben wir uns nach einer Tour zu den umliegenden Inseln rund um die Whitsundays informiert. Leider war die Wettervorhersage für die nächsten zwei Tage extrem schlecht, aber uns wurde gesagt, dass sich das ständig ändern kann und da wir ja nicht endlos Zeit haben, haben wir eine Tour für den kommenden Tag gebucht und gehofft, dass es nicht in Strömen regnet. Erstmal sind wir aber den 4 langen Beachwalk bis zur Innenstadt gegangen. 

Mit so schönen Aussichten geht der Weg schnell.

Das Städtchen gefällt mir sehr gut, da es übersichtlich und gemütlich ist, es gibt gute Geschäfte und es ist etwas los. Durch die Ebbe ist es etwas schwer im Meer schwimmen zu gehen, das Problem wurde aber mit einer künstlichen Lagune direkt am Strand gelöst. Abends gab es auf unserem Campingplatz noch Livemusik, der wir zugehört haben.

Am Morgen parkten wir unseren Camper in der Stadt und wurden vom Shuttle Service eingesammelt, der uns zum Hafen brachte. Bisher war das Wetter sehr schön. Unser erstes Ziel war der berühmte Whitheaven Beach. Die Fahrt dahin mit dem Speedboat war sehr schnell und sehr nass und hat mir dementsprechend die Haare verknotet. Das war es aber wert. Zuerst sind wir auf eine Aussichtsplattform gegangen und wurden von dem Anblick des weißen Sandes und des blauen Wassers überwältigt.     

Nicht ohne Grund der beliebteste Strand Australiens.


Danach sind wir runter zum Strand und schwimmen gegangen. Traumhaft!

  

Der über 7km lange Strand verändert sich durch Ebbe und Flut ständig.


Neben Christoph ist ein großer Rochen geschwommen und nach etwas suchen haben wir sogar noch einen Babyhai gefunden. 

Der Hai kam plötzlich ganz nah an den Strand. Zum Glück haben wir nur so einen Kleinen gesehen. Unten stehen wir im Gewässer der Haie.


Zurück auf dem Boot gab es erstmal leckeres Mittagessen während etwas weiter weg neben uns Schildkröten schwammen – wie im Traum! Unser nächstes Ziel war ein Riff zum schnorcheln. Mittlerweile war es etwas bewölkt, aber wir hatten zum Glück Taucheranzüge. Gleich zu Beginn waren wir mitten in einen riesen Fischschwarm gelangt. Darunter auch ein sehr großer Fisch namens „George“, den wir auf keinen Fall anfassen sollten. Wir haben auch Unterwasser-Fotos gemacht, die allerdings erst entwickelt werden müssen – Oldschool. Anschließend ging es weiter zu einem weiteren Schnorchel-Spot neben einer Sandinsel. Leider wurde die 15 Minütige Fahrt dorthin im nassen Taucheranzug und ohne Sonne etwas kalt, aber wir wurden mit bunten Korallen belohnt! 

Etwas K.O., aber ein gelungener Tagesausflug.

Nachmittags ging es dann auch schon wieder zurück. Da wir alle dringend duschen wollten entschlossen wir uns dann zurück zum Campingplatz zu fahren. Nach einer warmen Dusche sind wir in der Stadt essen und etwas trinken gegangen. Preislich bedingt habe sogar ich Bier getrunken und muss sagen, dass man sich mit der Zeit daran gewöhnt.

Am nächsten Tag hat sich Christophs Kumpel verabschiedet, da er noch etwas dort bleiben wollte und wir sind zu zweit weiter gefahren.

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