Kapstadt 

Nach einer kalten Nacht in unserem Hostel direkt am Flughafen (mit Badezimmer ohne Tür!) sind wir früh zum Flughafen gefahren. Schon nach 2,5 Stunden Flug sind wir in Kapstadt gelandet und haben uns mit dem Bus auf den Weg zu unserem Hotel gemacht. Durch das schöne Wetter hatten wir eine klare Sicht auf den Tafelberg und am Fuß des Berges standen überraschenderweise Zebras. Da unser Hotel On St. Georges in einem bekannten hohen Gebäude (dem Absa-Building) mitten in der Stadt liegt haben wir es schon von weitem gesehen. Wir wurden in unser Zimmer weit oben gebracht und da hat es uns erstmal den Atem geraubt: eine grandiose Aussicht auf den Tafelberg! Ein besseres Hotel hätten wir nicht haben können.

Ich bin überwältigt, mit so einem Zimmer haben wir nicht gerechnet!

Mittlerweile war es schon mittags und so haben wir uns entschieden nur noch die Innenstadt um uns herum zu erkunden. Nach Johannesburg hatten wir etwas Angst, dass Kapstadt auch so überfüllt ist und die Leute so anstrengend. Zum Glück nicht! Inzwischen kann ich sagen, dass die Südafrikaner größtenteils sehr nett, hilfsbereit und gut gelaunt sind. Wir hatten wohl einfach einen schlechten Start.

Natürlich ist in einer Großstadt viel los, aber wir haben sehr viele süße Gassen und liebevoll hergerichtete Geschäfte entdeckt. Und immer wieder guckt zwischen den Gebäuden einer der Berge heraus – wirklich schön!

Hinter den bekannten bunten Häusern der Stadt steckt Geschichte: die damals befreiten Sklaven rebellierten nach ihrer Befreiung gegen das Verbot bunte Kleidung zu tragen, indem sie ihre Häuser anstrichen und schicke Kleidung trugen.

Inmitten der großen Häuser haben wir auch typisch afrikanische Märkte gefunden, wo neben schönem selbst hergestelltem Schmuck und Bildern zum Beispiel auch Zebrafelle verkauft werden.  

Auf dem Greenmarket ist viel los, man wird überall angesprochen, um den „Special Price“ zu bekommen.


Abends haben wir uns an einem Fast Food Stand versorgt, wo wir das erste mal richtig mit der Armut konfrontiert wurden. Das Essen hat uns nicht wirklich geschmeckt und wir haben viel liegen gelassen und wollten es gerade wegschmeißen, weshalb wir gleich von einem Afrikaner angesprochen wurden, ob er den Rest haben könne. Das hat mir ein ziemlich schlechtes Gewissen gemacht, wie leichtfertig ich mit Essen umgehe und danach habe ich öfter geteilt.

Später sind wir noch zu einem Rooftop Openair Cinema gegangen und haben zu Cocktails und Popcorn „Mr. & Mrs. Smith“ geguckt. Wir waren froh, dass unser Hotel direkt um die Ecke war, weil es im dunkeln doch etwas unheimlich ist, gerade nach einigen Warnungen bezüglich der Sicherheit in Südafrika. Zum Beispiel wurden in unserem Hotel Fotos von uns gemacht und wir mussten den Zimmerschlüssel bei verlassen immer an der Rezeption abgeben. Außerdem wurde uns geraten im dunkeln nie Geld abzuheben.  

Das kleine „Kino“ auf dem Dach ist umgeben von einer Bar und mehreren Airstreams, in denen Hotelgäste übernachten können.

 Den zweiten Tag haben wir erstmal mit einem leckeren Frühstücksbuffet vom Hotel gestartet. Nachdem wir bisher jeden Morgen nur Toast mit Wurst oder Käse gegessen haben war das echt erfrischend! Gestärkt konnten wir zu unserem nächsten Highlight aufbrechen: ein Helikopterflug über Kapstadt! Christoph hat mir das zum Geburtstag geschenkt. Definitiv ein weiterer Punkt auf meiner Bucket-List, genau wie der Krüger-Park, eine Sache die ich einmal im Leben ausprobieren wollte. Dementsprechend aufgeregt war ich. Der Landeplatz ist an der Victoria & Alfred Waterfront, der schicke Hafen Kapstadts. Erstmal schön endlich am Meer zu sein. Beim Warten auf den Helikopter ist uns eine Wand voller Bilder von Prominenten aufgefallen, die alle ebenfalls dort geflogen sind. 

Stars wie Beyoncé, Snoop Dog, Hugh Jackman, Céline Dion und viele mehr haben genau hier das gleiche erlebt wie wir.

Nach einer kurzen Einweisung konnte es auch schon losgehen. Da es mein Geschenk war durfte ich vorne beim Piloten sitzen und Christoph hinter mir. Wir sind entlang der Küste und den vielen Stränden geflogen und konnten die gesamte Stadt und die zahlreichen Berge von oben sehen – ein wahnsinniges Gefühl!    

Bei den ganzen Bildern die wir gemacht haben, war es schwer welche auszuwählen. Unten ist bei Nummer 3 unsere Route gezeigt.


Sobald der Helikopter jedoch leicht gewackelt hat, hatte ich etwas Angst. Ein komplett anderes Gefühl als in einem großen Flugzeug! Der Pilot hat uns nebenbei über das Headset einiges erzählt. Zum Beispiel hat er einmal den Surferstrand Muizenberg überflogen und nur eine Welle von einem Surfer entfernt drei Haie entdeckt. Keine Ahnung wie die Geschichte ausgegangen ist…

Schon nach einer halben Stunde war das Abenteuer leider vorbei. Ich kann es jedem nur empfehlen!  

Überglücklich nach dem Flug. Die gelben Rettungswesten haben wir zum Glück nicht gebraucht.

Danach wurden wir noch mit einem Golfkart direkt zur V&A Waterfront gebracht und haben uns dann umgesehen.  

Ein sehr stylischer, moderner Hafen, an dem es viel zu sehen gibt.

Dort reiht sich ein teures Hotel und Restaurant aneinander und es gibt viele Möglichkeiten sein Geld loszuwerden, z.B. in einer der schicken Mall’s. Wir haben uns allerdings nur die (extrem stinkenden) Robben angesehen und uns danach mit einem Hop-on-Hop-off Busticket ausgestattet. 

Mal wieder den Tafelberg bestaunen bevor die „Touri-Tour“ weitergeht. Zum Glück waren nirgendwo besonders viele Touristen.


Bevor es aber richtig losgehen konnte mussten wir uns erstmal sommerlicher anziehen, kann ja keiner ahnen, dass es im afrikanischen Winter fast 30 Grad heiß wird! Unschlagbares Wetter!

Unser erster Stopp sollte der Tafelberg werden. Da es so warm war (und wir ehrlich gesagt etwas faul waren) haben wir uns gegen das herauf Wandern und für die Seilbahn entschieden. In einer großen Gondel mit rotierendem Boden ging es schnell hoch auf den über 1000 Meter hohen Berg. Was sich einem da für ein Ausblick anbietet ist unbeschreiblich! Die gesamte Stadt liegt einem zu Füßen und das Meer davor. Wow! 

Kapstadt hat für jeden etwas zu bieten: Natur, Berge, Großstadttrubel und Meer.

Danach sind wir noch etwas oben herum gewandert und sind dabei auf verrückte Leute gestoßen, die den Berg am Seil runtergeklettert sind und auf süße Tierchen. 

Die Tiere, dessen nächste Verwandte wohl die Elefanten sein sollen, findet man überall auf dem Berg.


Nach einer schnellen Fahrt nach unten ging es weiter zu unserem nächsten Stopp Camps Bay. Der Strand der Schönen und Reichen, hier leben oft Promis wie Leonardo DiCaprio oder Charlize Theron. Und jetzt weiß ich auch warum: die Aussicht ist einfach grandios! Weißer strahlender Sand, kristallklares Wasser und im Hintergrund sind die 12 Apostel Berge. Deshalb haben wir die Gelegenheit auch genutzt um uns etwas zu „bräunen“.  

An der Bräune wird noch gearbeitet.


Schwimmen gehen war leider nicht wirklich möglich. Das Wasser ist einfach zu kalt, keine 10 Grad. Im afrikanischen Sommer ist es auf Grund der Luftströmungen sogar noch kälter. Aber es hat gereicht die Aussicht zu genießen.   

Daran kann man sich nicht sattsehen.


Der Bus hat uns dann noch entlang der Küste und den vielen Stränden gefahren bis hoch zum Stadion.

Anschließend haben wir noch eine Tour durch die Innenstadt gemacht und einiges über die Geschichte Kapstadts erfahren. Nachdem wir noch ein leckeres Abendessen hatten sind wir zurück ins Hotel gegangen.

Letztendlich kann ich absolut verstehen warum viele Kapstadt als die schönste Stadt der Welt bezeichnen! Sie hat so viel zu bieten, was wir auch daran gemerkt haben wie viel wir an nur einem Tag erleben konnten.

Der nächste Tag war leider nicht so erfreulich, weil Christoph krank war. Eigentlich hatten wir geplant einen Ausflug zum Kap der guten Hoffnung zu machen. Das Wetter hat aber auch nicht wirklich mitgespielt. Der Pilot hatte uns am Vortag erzählt, dass das Wohl der letzte Tag des Sommers sei, also hatten wir noch Glück. Wir sind dann den ganzen Tag im Hotel geblieben und haben noch mal entspannt.

Der Tafelberg im Nebel. Ich war noch mal ordentlich einkaufen, denn die Preise in Südafrika sind extrem niedrig. Dieser Cupcake hat z.B. nur 0,35€ gekostet.

Christoph musste sich auch schonen, um am nächsten Tag bei unserer längsten Reise nicht krank zu sein. Denn vor der hatten wir schon etwas schiss…

 

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7 Kommentare

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  1. Super, ich komme auch gerade aus Kapstadt zurück – wirklich ein ganz besonderer Ort 🙂

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  2. Du hast meine absolute Lieblingsstadt sehr schön porträtiert!!!

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  3. Da wird man ja glatt ein bisschen neidisch! Bei solchen Fotos. aber es sei euch gegönnt genießt die zeit und haltet uns auch dem laufenden!!! Vor allem wo jetzt Bundesliga vorbei ist😂

    Lg elias

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  4. Wow ;-)) wie geil sind die Bilder !! …weitermachen Ihr Süßen beiden !

    Bussel Tom

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  5. jette rasmussen Mai 18, 2016 — 12:22

    ein richtige abenteuerreise und ihr habt ja schon viel erlebt in der kürze zeit. wahnsinn

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